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Adrian Iliescu

Das Zusammenspielen, also die Basis dafür, dass ein Orchester überhaupt funktioniert, scheint eigentlich ganz einfach. Das denkt man aber nur. Wenn man wirklich zusammenspielen will, also mehr als einfach nur gemeinsam im Takt bleiben will, muss man genau aufeinander hören. Seit dem letzten Sommer bin ich der Konzertmeister der Hamburger Symphoniker, das heißt ich bin Stimmführer der Ersten Geigen. Wenn die Streicher einen gleichen Strich und eine gleiche Dynamik haben, ist schon sehr viel gewonnen. Aber ich bin auch verantwortlich für den Gesamtklang des Orchesters. Oft bin ich der Vermittler zwischen Dirigent und Orchester. Wenn bei einer Probe ein einzelnes Instrument oder eine Instrumentengruppe zu sehr heraussticht, sage ich: Vorsicht. Das gehört zu meinen Aufgaben.

Vor 50 oder 60 Jahren waren Konzertmeister, wie auch Dirigenten, oft noch ganz anders. Manche sogar wie kleine Diktatoren. So bin ich nicht, und das würde heute auch nicht mehr funktionieren. Das würde sich kein Musiker mehr gefallen lassen. Man muss konstruktive Kritik üben und diese auf einer menschlich angenehmen Ebene ausdrücken. Allerdings sollte man auch nicht zu schwach, nicht zu nett sein, sondern deutlich. Denn Unsicherheit überträgt sich ganz schnell auf das ganze Orchester.

Schon als Jugendlicher in Rumänien – ich wurde 1981 in Bukarest geboren – habe ich sehr viel Geige gespielt. Zum Studium kam ich 2000 nach Lübeck und Hamburg, zuletzt war ich Konzertmeister beim Stuttgarter Kammerorchester. Doch ich wollte sehr gerne wieder nach Hamburg und zu den Hamburger Symphonikern. Das Orchester habe ich 2010 kennen gelernt, als wir zusammen Sibelius‘ Violinkonzert d-Moll spielten. Ich schätze es sehr. Es liegt ein guter Geist in der Luft. Man spürt ständig den Willen, sich immer noch weiter zu entwickeln, sich immer noch weiter zu verbessern. Aus einem schon sehr guten Orchester wird ein noch besseres. Das passiert gerade, das ist eine Tatsache.

Natürlich spielt unser Chefdrigent Jeffrey Tate dafür eine ganz wesentliche Rolle. Er ist einer der Menschen, die mit einer unglaublichen Ausstrahlung einfach nur auf der Bühne sind, und sofort spielen wir besser. Das ist einfach so. Und dann arbeitet er in den Proben auch noch sehr sehr genau. Das macht sehr viel aus. Und außerdem haben wir – das trägt wohl auch zu der produktiven Atmosphäre bei – viel Spaß. Oder vielleicht sollte ich sagen: Musikalischen Spaß. Denn die kleinen Witze, die wir machen, funktionieren ganz ohne Worte: Zwei Musiker schauen sich in der Probe an, und sie wissen sofort, was gemeint ist. Dann grinsen sie.

Als Konzertmeister habe ich es gut. Denn ich darf hin und wieder schöne Soli spielen. Unsere Konzerte mit Strauss‘ „Ein Heldenleben“ und Rimski-Korsakovs „Scheherazade“ im Januar waren deshalb Highlights für mich. Die solistischen Passagen darin sind sehr schön, das macht mir viel Spaß. Natürlich habe ich auch Lampenfieber, aber daran gewöhnt man sich. Und die Anspannung, die Aufregung kann sogar helfen, wenn man ein Solo vor sich hat, weil man dann sehr konzentriert ist. Andererseits integriere ich mich selber auch gerne in den Tutti-Gesamtklang des Orchesters. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Dabei muss ich natürlich auch selber aufpassen, nicht zu betont zu spielen. Denn dann bin ich nicht Solist, sondern muss immer den Gesamtklang im Ohr behalten. Generell liegt mir ein Symphonieorchester mehr als ein Opernorchester. Denn ich stelle es mir etwas ermüdend vor, 20 mal in drei Monaten dasselbe spielen zu müssen, wie an einem Opernhaus. Und vielleicht sorgt zu viel Routine dann für ein weniger gutes Ergebnis. Ich möchte keinesfalls andere Musiker kritisieren, jeder geht seinen eigenen Weg, viele lieben es, Opern zu spielen. Aber ich mag es lieber, Abwechslung zu haben. Wir spielen ein Konzert ein, zwei Abende. Das muss dann hundertprozentig sitzen – und dann kommt schon wieder etwas Neues. Außerdem mag ich es ehrlich gesagt, auf der Bühne zu sitzen. Und in der Oper sitzt man eben im Graben.

Ionel Adrian Iliescu ist der 1. Konzertmeister der Hamburger Symphoniker seit 2013

Ionel Adrian Iliescu (geb. 1981 in Bukarest) schloss sein Diplom an der Musikhochschule Lübeck im Jahre 2006 bei Professorin Christiane Edinger ab und 2010 sein Konzertexamen an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Kolja Blacher. Seine Kammermusikalische Erfahrung sammelte er bei Professor Walter Levin (Lasalle Quartett). 
lonel Adrian Iliescu errang zahlreiche Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland. So erhielt er den ersten Preis beim rumänischen "Jugend musiziert" für Violine  in den Jahren 1993 bis 1999, den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb "Jeunesse Musicale" in Bukarest (1996) und im selben Jahr auch den Spezialpreis beim internationalen Wettbewerb für Violine "Kloster Schöntal" in Deutschland und den ersten Preis des internationalen Wettbewerbs "Citta di Stresa" in Italien. 1997 erspielte er sich dann den Förderpreis des internationalen Wettbewerbs für junge Geiger "Takasaki" in Japan.
2006 wurde Adrian Iliescu mit dem Lübecker Furtwängler Preis ausgezeichnet.
Adrian Iliescu besuchte Meisterkurse bei Prof. Michele Auclair, Sachar Bron, Ruggiero Ricci, Wolfgang Marschner, Donald Weilerstein und Kolja Blacher. Konzertauftritte führten Ionel Adrian Iliescu durch Deutschland, Frankreich, Italien, England, Peru, Polen und Rumänien. Soloauftrite mit dem Rumänischen Rundfunk Orchester, den Hamburger Symphonikern und dem Orchestra National del Peru.
2004 wurde Adrian Iliescu innerhalb des Schleswig Holstein Festivals von Ruggiero Ricci für eine Live-Fernsehsendung ausgewählt, wo er dann die Caprice Nr. 24 von Niccolò Paganini spielte.
Adrian Iliescu war Konzertmeister bei den Lübecker Philharmonikern von 2004 bis 2010. In dieser Zeit half er öfters als Konzertmeister bei der Hamburger Oper.
Seit 2010 spielt Adrian Iliescu erste Geige beim Stuttgarter Kammerorchester. womit er öfter Solistisch und als Konzertmeister aufgetreten ist
Adrian Iliescu spielt auf eine G.B.Guadagnini Violine von 1756.

Ionel Adrian Iliescu (geb. 1981 in Bukarest) schloss sein Diplom an der Musikhochschule Lübeck im Jahre 2006 bei Professorin Christiane Edinger ab und 2010 sein Konzertexamen an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Kolja Blacher. Seine Kammermusikalische Erfahrung sammelte er bei Professor Walter Levin (Lasalle Quartett). 

lonel Adrian Iliescu errang zahlreiche Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland. So erhielt er den ersten Preis beim rumänischen "Jugend musiziert" für Violine  in den Jahren 1993 bis 1999, den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb "Jeunesse Musicale" in Bukarest (1996) und im selben Jahr auch den Spezialpreis beim internationalen Wettbewerb für Violine "Kloster Schöntal" in Deutschland und den ersten Preis des internationalen Wettbewerbs "Citta di Stresa" in Italien.

1997 erspielte er sich dann den Förderpreis des internationalen Wettbewerbs für junge Geiger "Takasaki" in Japan.
 2006 wurde Adrian Iliescu mit dem Lübecker Furtwängler Preis ausgezeichnet. 
Adrian Iliescu besuchte Meisterkurse bei Prof. Michele Auclair, Sachar Bron, Ruggiero Ricci, Wolfgang Marschner, Donald Weilerstein und Kolja Blacher. Konzertauftritte führten Ionel Adrian Iliescu durch Deutschland, Frankreich, Italien, England, Peru, Polen und Rumänien. Soloauftrite mit dem Rumänischen Rundfunk Orchester, den Hamburger Symphonikern und dem Orchestra National del Peru.
 2004 wurde Adrian Iliescu innerhalb des Schleswig Holstein Festivals von Ruggiero Ricci für eine Live-Fernsehsendung ausgewählt, wo er dann die Caprice Nr. 24 von Niccolò Paganini spielte.

Adrian Iliescu war Konzertmeister bei den Lübecker Philharmonikern von 2004 bis 2010. 
Von 2010 bis 2013 war er Mitglied der Ersten Geigen beim Stuttgarter Kammerorchester.

Adrian Iliescu spielt auf eine G. B. Guadagnini Violine von 1756.