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Jean-Frederic Neuburger | Pianist

Geboren 1986 in Paris entdeckte Jean-Frédéric Neuburger im Alter von acht Jahren seine Liebe zur Musik und erhielt eine umfassende musikalische Ausbildung bei Claude Maillols (Klavier), Emile Naoumoff (Komposition) und Vincent Warnier (Orgel). Im Jahr 2000 wurde Neuburger an das Conservatoire National Superieur de Paris angenommen und schloss sein Studium dort im Jahr 2005 ab, ausgezeichnet mit fünf „Première prix“ für herausragende Studienleistungen. Während seiner Studienzeit nahm Neuburger an zahlreichen Meisterklassen teil und arbeitete mit vielen prominenten Musikern zusammen, allen voran Henri Dutilleux.

Jean-Frédéric ist als Interpret besonders aufgrund seines breiten musikalischen Repertoires gefragt, dass sowohl Bach als auch Komponisten des 21. Jahrhunderts umfasst. Er wird von den international renommiertesten Festspielen eingeladen, wie dem Verbier Festival, dem Festival de Musique de Meton, dem Festival de la Roque d’Anthéron, dem Saragota Festival und der La Jolla Music Society und ist mit so bedeutenden Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, dem New York Philharmonic, dem London Philharmonic, den Bamberger Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem NHK Symphony Orchestra und dem Shanghai Philharmonic unter so hervorragenden Dirigenten wie Osmo Vanska, Jonathan Nott, Pascal Rophé, Lorin Maazel und Michael Tilson Thomas aufgetreten. Zu seinen Kammermusikpartner gehören die brillantesten Musiker seiner Generation wie David Guerrier, Tatjana Vassilijeva oder das Quatuor Modigliani.

Seine Aufnahmen, die seit 2004 erfolgreich bei Discauvers und MIRARE erschienen sind, haben sowohl von der französischen und als auch internationalen Kritikern großen Beifall erhalten: seine CD „Live at Suntory Hall“, erschienen 2008 erhielt den „CHOC du Monde de la Musique“, die höchste Bewertung des französischen Fachmagazins "Le Monde de la Musique", eines der führenden Magazine in Frankreich.

Als Komponist ist Jean-Frédéric Neuburger erkennbar von Messiaen und Stockhausen beeinflusst, allerdings entwickeln sich seine Werke zunehmend zu einer Synthese aus verschiedenen zeitgenössischen Strömungen, in welcher jedes Stück eine potente eigene Musiksprache hat. 2010 wurde ihm der "Nadia und Lili Boulanger" Preis der Académie des Beaux-Arts zuerkannt und seine Sinfonie für zwei Klavier und Schlagzeug wurde beim La Roque d'Antheron International Piano Festival ausgezeichnet. In der Saison 2010/11 ist Neuburger von der European Concert Hall Organisation als „Rising Star“ ausgezeichnet und tritt im Rahmen dieser Kooperation in den wichtigsten Konzertsälen Europas auf.

Seit 2009 hat Neuburger die Professur der „Classe d’Accompagnement“ am Conservatoire de Paris inne, die weltweite Bekanntheit erlangte als sie von Nadia Boulanger unterrichtet wurde. [Sarah Weintritt]