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durch seine Vielseitigkeit ist Peter Wispelwey fraglos einer der Künstler, die aus der jungen Musikergeneration hervortritt, der sich auf dem „modernen“ Cello ebenso zuhause fühlt, wie auf dem Barockcello.

Seine bestechende Stilsicherheit, gepaart mit herausragenden technischen Fähigkeiten und dem Willen zu möglichst originaler Interpretation ließ ihn die Herzen von Publikum und Kritik gleichermaßen zufliegen. Dabei reicht sein Repertoire von Bach bis Schnittke.

Geboren wurde Wispelwey in Haarlem, Niederlande. Hier liegen seine musikalischen Wurzeln: In frühen Jahren lernte er bei Dicky Boeke und Anner Bylsma in Amsterdam, studierte anschließend bei Paul Katz in den USA und wechselte später zu William Pleeth nach England. Als erster Cellist erhielt er 1992 den Niederländischen Musikpreis, der regelmäßig an Hollands vielversprechendste Nachwuchsmusiker vergeben wird.

Erste Höhepunkte seiner Konzerttätigkeit führten Pieter Wispelwey zum Sydney Symphony Orchestra, zum Münchner und dem Züricher Kammerorchester, Musikkollegium Winterthur, National Symphony of Ireland, Ensemble Orchestral de Paris, Sao Paulo State Symphony und auf eine Tournee mit dem Scottish Ensemble.

Mit dem Pianisten Kristian Bezuidenhout oder auch solistisch konzertierte Wispelwey bislang am Wiener Konzerthaus, der Londoner Wigmorhall, dem Louvre sowie auf Festivals in Amsterdam (Prinsengracht), Frankreich (Toulon, Beauvais) und in Israel (Eilat).

Seit 2009 ist Pieter Wispelwey künstlerischer Direktor des Beauvais Cello Festivals in Frankreich und versammelt dort Jahr für Jahr herausragende Künstler für eine Woche Recitals und Kammermusik mit einer Konzertreihe aufregender neuer Musik für sein Instrument.

Pieter Wispelwey konzertiert heute mit den namhaftesten Orchestern aller fünf Kontinente und mit Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Sir Neville Marriner, Philippe Herrweghe, Ton Koopman, Sir Roger Norrington und vielen anderen.

Seine Diskographie, bei Onyx oder Channel Classics, umfasst über 20 Aufnahmen, besonders hervorzuheben die Einspielung von Waltons Cellokonzert mit dem Sydney Symphony Orchestra und Jeffrey Tate.

Pieter Wispelwey spielt ein Guadagnini-Cello aus dem Jahr 1760 sowie ein Rombouts-Barockcello von 1710.