

Nach dem Schauspielunterricht an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart arbeitete Judy Winter zunächst auf der Theaterbühne, unter anderem unter der Regie von Peter Zadek in Stuttgart und Ulm, und wurde besonders mit ihren Darstellungen in Musicals bekannt. Ab den 70er Jahren spielte sie auch komplexe Frauenfiguren im deutschen Film. Ihren Durchbruch auf der Leinwand hatte sie 1971 in der Simmel-Verfilmung Und Jimmy ging zum Regenbogen. 1979 erschien ihre erste Schallplatte Sie zu ihm nach dem bekannten Tucholsky-Text. Sehr erfolgreich ist sie seit 1998 mit dem Stück Marlene, in dem sie die alternde Diva Marlene Dietrich verkörpert. Dazu entstand auch eine CD.
Seit vielen Jahren engagiert sie sich für die Belange von Menschen mit HIV und AIDS. Als Kuratorin der Berliner AIDS-Hilfe bemüht sie sich, das Thema Aids nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen und begründete mit anderen die jährlich stattfindende Gala „Künstler gegen AIDS“.
Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme international bekannten Schauspielkolleginnen wie Faye Dunaway (Chinatown), Jane Fonda (Julia), Audrey Hepburn (Robin und Marian), Julie Walters (Billy Elliott – I Will Dance), Bette Midler (u.a. For the Boyz) und Liv Ullmann (Szenen einer Ehe). Seit 2003 ist sie zudem die Standardsprecherin für Shirley MacLaine. Daneben wirkte sie in Hörspielproduktionen mit (u. a. als Thora in der Perry-Rhodan-Serie und als Isabell Wagner in der Hörspiel-Soap ...und nebenbei Liebe). Judy Winter sprach Clarissa Franklin in den vielen Drei ???-Hörspielen. Seit 2010 spricht sie außerdem die Rolle der Petra Köhler in der Hörspielserie Team Undercover.
Im März 2007 war Judy Winter in der Kinokomödie und Edgar Wallace-Parodie Neues vom Wixxer zu sehen.
Anfang Dezember 2008 hatte ihr neuer Chanson-Soloabend Wenn ich mir was wünschen dürfte in der Urania in Berlin Premiere. Darin singt sie Lieder von Berthold Brecht über Hildegard Knef bis zu Texten, die sie selbst geschrieben hat.