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Grußwort des Intendanten
 

Verehrtes Publikum, meine Damen und Herren,

für die Hamburger Musikwelt wird das Jahr 2017 ein besonderes. Die Elbphilharmonie ist baulich vollendet, wir alle freuen uns auf das neue Haus. Hamburg hat nun zwei der besten Konzertsäle der Welt, und Hamburg will Musikstadt sein. Letzteres bedeutet natürlich weit mehr, als Immobilien zu besitzen: Eine Musikstadt lebt Musik, findet das, was Musiker zu sagen haben und wie sie denken, wichtig; und sie lässt musikalische Sichtweisen zu, das heißt, sie hat Freude am Prozesshaften und nimmt Statisches widerwillig in Kauf. Eine Musikstadt vertraut der Musik.

Die Laeiszhalle, deren behutsame Ornamente und deren vielgerühmte Akustik Sie vielleicht gerade bewundern, ist seit mehr als 100 Jahren ein zentraler Musikort dieser Stadt. Sie ist ebenerdig, durchlässig und barrierefrei: Die Symphoniker Hamburg, das Residenzorchester dieser Halle, wollen es allen, wirklich allen Menschen leicht machen, hierher und zur Musik zu kommen. Wir wollen das erreichen, nicht indem wir vereinfachen und nivellieren, sondern in dem wir aus dem ganzen Reichtum der Musik schöpfen und ihn freudig, offen und zugewandt für unser Publikum zum Erlebnis machen. Wir wollen unser Publikum kennen, ihm in der Musik begegnen, mit ihm kommunizieren, Forum sein für Kommunikation unserer Besucher untereinander; wir wollen nah dran und immer dabei sein – hier und heute. Eben ein echtes Symphonieorchester für eine echte Musikstadt.

Die letzte Spielzeit war die erfolgreichste in der Geschichte der Symphoniker Hamburg und setzt damit den Trend der vergangenen Jahre fort. Dies zeigt, dass unser Ansatz stimmt. Wir versprechen Ihnen und uns selbst, auch in Zukunft nicht zu rasten und nicht zu ruhen, wenn es um die Geschicke der Musikstadt Hamburg geht. Ja, wir Symphoniker, wir alle in Hamburg haben uns viel vorgenommen. Aber es zu schaffen, lohnt sich, denn in einer Musikstadt lebt es sich besser: Die Musikstadt ist ein Ort, an dem Humanität eine breitere Basis hat als in einer Nicht-Musikstadt.

»Diesen Kuss der ganzen Welt!« heißt es in Friedrich Schillers von Beethoven vertonten Worten, die gegen Ende des heutigen Konzerts erklingen. Möge dieser große Moment der Emphase und der allumfassenden Verbrüderung als das verstanden werden, was es sein soll: Aufforderung an uns alle, gut zu sein und ohne List das Richtige zu tun. Mit Musik gelingt auch das besser.

Ich wünsche Ihnen Musik, Genuss, Glück und alles Beste für 2017!

Ihr Daniel Kühnel