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Marko Letonja | Dirigent

Der Slowene Marko Letonja ist seit 2012 Chefdirigent des Orchèstre Philharmonique de Strasbourg sowie Chefdirigent und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchestra.

Er begann sein Studium als Pianist und Dirigent an der Musikakademie von Ljubljana und schloss es 1989 als Schüler von Otmar Suitner an der Akademie für Musik und Theater in Wien ab. Schon zwei Jahre später wurde er Musikdirektor der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, die er bis 2003 leitete. In dieser Zeit begann auch seine internationale Laufbahn als Konzertdirigent. Er trat mit den Wiener Symphonikern bei den Wiener Festwochen auf, konzertierte mit den Münchner und den Bremer Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Staatsorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern, absolvierte eine Tournee mit dem Mailänder Orchestra Sinfonica „Giuseppe Verdi“ und begleitete mit dem Opernorchester von Stockholm die gefeierte schwedische Sopranistin Nina Stemme.

Mit der Berufung zum Chefdirigenten und Musikdirektor des Sinfonieorchesters und des Theaters Basel im Jahr 2003 verlagerte sich der Schwerpunkt von Letonjas Tätigkeit auf die Oper. Bis 2006 leitete er in Basel Neuproduktionen von „Tannhäuser“, „La Traviata“, „Der Freischütz“, „Boris Godunow“, „Tristan und Isolde“, „Rigoletto“ und „Don Giovanni“. Mit dem Sinfonieorchester Basel spielte er ausserdem verschiedene CD-Aufnahmen ein (u.a. Gesamtaufnahmen aller Sinfonien von Felix Weingartner).

Mit einem grossen und vielfältigen Repertoire gastierte er u. a. an der Wiener Staatsoper („Pique Dame“ und „Les Contes d‘Hoffmann“) und am Grand Théâtre von Genf („Pique Dame“ und „Medea“), am Teatro dell’Opera in Rom („Roméo et Juliette“), an der Dresdner Semperoper („Nabucco“), der Mailänder Scala („Il dissoluto assolto“ von José Samarago in Kombination mit Hindemiths „Sancta Susanna“, „Die Sache Makropulos“ sowie „Les Contes d‘Hoffmann“), der Staatsoper Berlin („Madama Butterfly“), der Deutschen Oper Berlin („La Traviata“), der Opéra National du Rhin in Strassburg („Walküre“, „Götterdämmerung“, „Fliegender Holländer“), am Teatro Lirico in Cagliari („Cavalleria rusticana“, „I Pagliacci“ und „Der Fliegende Holländer“) und beim Münchner Rundfunkorchester („Carmen“ konzertant). Nach Dirigaten von „Walküre“ und „Siegfried“ am Teatro San Carlos in Lissabon folgte 2009 die „Götterdämmerung“ an diesem Haus.

Seit Beginn seiner Karriere ist Letonja gern gesehener und häufiger Gast in Australien. Auf einer ausgedehnten Tournee dirigierte er 2007 das Auckland Philharmonia Orchestra, das Orchestra Victoria von Melbourne und das Melbourne Symphony Orchestra. 2008 wurde er zum Principal Guest Conductor des Orchestra Victoria Melbourne ernannt.

Zukünftige Konzerte sind mit den Bremer Philharmonikern, dem Kristiansand Symphony Orchestra, dem Mozarteum Orchester, dem RSB Berlin sowie den Hamburger Symphonikern geplant. In der Oper wird er u. a. „Boris Godunow“ an der Wiener Staatsoper, einen neuen „Ring“ an der Oper Stockholm, „Die Sache Makropulos“ an der Oper Strasbourg dirigieren und auch ans Grand Théâtre de Genève zurückkehren.