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Mozart: Violinkonzert Nr. 5

Wolfgang Amadeus Mozart

* 27. Januar 1756 in Salzburg
 5. Dezember 1791 in Wien

Violinkonzert Nr. 5

Entstehung  Ende 1775
Spieldauer  Ca. 28 Minuten

 

Fünf Violinkonzerte innerhalb von neun Monaten zu schreiben – das muss dem im Jahr 1775 gerade 19 Jahre alten Mozart erst einmal jemand nachmachen. Zumal es sich um Werke handelt, die auch bald zweieinhalb Jahrhunderte später keinesfalls in Vergessenheit geraten sind. Vor allem die Nummern 4 und 5 sind bei Violinisten und Publikum überaus beliebt.

Dass Mozart in dieser Zeit schon 1. Konzertmeister am Hofe des Erzbischofs in Salzburg war, hat wohl nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass er in dem A-Dur-Konzert die für ein solches Werk ideale Synthese aus Solound Tutti-Stimmen schuf sowie ein ausgeprägtes Formbewusstsein bewies: Im Allegro aperto ist die Sonatensatzform vollendet ausgebildet; der Eifluss Johann Christian Bachs ist hier deutlich hörbar.

In diesem ersten Satz setzt die solistische Violine recht ungewöhnlich ein. Nicht etwa mit einem Hauptthema oder zumindest mit einer effektvoll-virtuosen Passage, sondern mit einem sechs Takte langen Adagio-Einschub samt gebrochenem A-Dur-Dreiklang, der wie eine kleine Improvisation anmutet. Sehr zurückhaltend, sehr höflich, wie die Solostimme hier die Orchesterbegleitung aus Zweiunddreißigstel-Ketten keinesfalls zur Selbstdarstellung ausnutzt, sondern sich nur wie nebenbei behutsam vorstellt.

Das im zweiten Satz folgende Adagio, eine Romanze, gehört zum feinsinnigsten, was Mozart für die Violine komponiert hat. Mit der Tonart E-Dur (die Dominante zu A-Dur) verströmt dieser langsame Satz etwas Prachtvolles. Und wenn Mozart auch mal kurz ins Moll ausweicht, ergeben sich sparsam instrumentierte, aber sehr ausdrucksstarke Abendlieder.

Spannend ist, wie er im letzten Satz die französische Rondoform mit einem Menuett verknüpft. Er beginnt durchaus traditionell, doch dann entwickelt sich ein berückendes Wechselspiel zwischen Solist und Orchester. Ein a-Moll-Mittelteil im alla-turca-Stil – diese Vortragsbezeichnung verlangt eine „türkische“ Spielweise – sorgt für einen rhythmisch herben Konrast, der etwas unvermittelt einsetzt, im Kontext des gesamten Satzes jedoch folgerichtig erscheint: Vor allem, wenn man sich dann im heiteren Schlussteil samt Menuett wiederfindet.

Verständlich, dass viele in diesem Violinkonzert den Höhepunkt von Mozarts Schaffen für das Instrument sehen.