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Das Grußwort des Intendanten
 
Meine Damen und Herren, liebe Freunde der Hamburger Symphoniker, vieles spricht für den lang ersehnten Durchbruch: Seitdem die Weltgemeinschaft kurz vor Weihnachten Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten vereinbarte, die alle bisherigen Bemühungen weit übertreffen, scheint selbst in diesen Weltkrisen-Zeiten das auf, wovon uns Beethoven in seiner Neunten erzählen will: Der Glaube an die Humanität, der Glaube an die Hoffnung und der Glaube an eine tief im Menschen verankerte Brüderlichkeit.

Voller Hochachtung schauten wir in den vergangenen Monaten auf die ungeheure Hilfsbereitschaft der Hamburgerinnen und Hamburger, die so viel für die in Not zu uns Gekommenen taten. Und immer wieder haben wir uns gefragt: Was können wir als Hamburger Symphoniker mit unserer Musik tun? Wird die Sprache der Musik gehört? Und wenn ja, was hat sie zu Terror, Krieg und Vertreibung zu sagen?

Zumindest eine Antwort finden wir in Ludwig van Beethovens Meisterwerk. Denn diese Musik hat eine Kraft wie keine Podiumsrede, kein betroffen machendes Medienbild und keine politische Hintergrundanalyse. Die Kombination mit Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ im Finale war Beethovens vielleicht weitreichendster Kunstgriff: Hinter allem steht so ein Humanitätsgedanke, aus dem sich Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit beinahe wie von selbst ergeben.

Was kann ein Orchester also besseres tun, als auch in turbulenten Zeiten Musik zu machen? In einer freien Gesellschaft behauptet es sich so mit all dem, was Gewalttätige hassen: Mit dem Offenen, Lebendigem, Ausdrucksstarken. Genau dafür treten die Hamburger Symphoniker, das Residenzorchester der Laeiszhalle, ein. Und so machen wir auch im neuen Jahr aus tiefster Überzeugung für Sie, meine Damen und Herren, Musik.

Wir wünschen Ihnen ein gutes, gesundes, harmonisches Jahr 2016!

Ihr Daniel Kühnel, Intendant der Hamburger Symphoniker