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Das Programm im Januar und Februar
 

Was macht eine Kulturinstitution in Zeiten von Terror, Krieg und Vertreibung? Sie macht Kultur. Weiterhin und jetzt erst recht. Sie behauptet sich mit all dem, was Gewalttätige hassen: Mit dem Offenen, Lebendigem, Ausdrucksstarken. Sie tritt ein für Humanität, für Ästhetik und die Freiheit der Kunst. Und so machen die Hamburger Symphoniker auch im neuen Jahr aus tiefster Überzeugung für Sie Musik.

Zum Beispiel im 5. Symphoniekonzert „Musik der Befreiung“ am 17. Januar unter der Leitung des italienischen Stardirigenten Nicola Luisotti: Dmitri Schostakowitsch und Sergej Prokofjew erinnern uns daran, dass die Musik es oft schwerer hat und hatte als heute bei uns. Beide litten unter Stalins Zensur, ihre Kunst war gewissermaßen eine heimliche. Manches teilten sie ihren Hörern auf Umwegen mit.

Vor diesem Konzert begrüßen wir das neue Jahr traditionell mit Beethovens Neunter und dem von der Haspa unterstützten Neujahrskonzert, in welchem Chefdirigent Jeffrey Tate am Pult steht und der begnadete junge Russe Denis Kozhukhin Saint-Saëns‘ zweites Klavierkonzert interpretiert.

Unser Erster Gastkünstler Guy Braunstein nimmt sich im 2. Viel-Harmonie-Konzert am 28. Januar Mozarts fünftes Violinkonzert vor. Das Besondere: Er dirigiert nicht nur, sondern übernimmt auch den Solopart. Außerdem entführt uns die Sopranistin Krassimira Stoyanova in die Welt der Oper, und Tschaikowskys beliebte fünfte Symphonie verspricht pure Leidenschaft.

Vollen Einsatz zeigten auch die Flüchtlingskinder der Elbinselschule Wilhelmsburg, die im November die Bühne des Thalias Gaußstraße eroberten. Das wochenlang in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater vorbereitete Projekt „Do it! Klang Spiel Raum“ (Foto) zeigte, was gelingen kann, wenn Kulturinstitutionen die Augen nicht vor der Welt verschließen.

Die Hamburger Symphoniker, das Residenzorchester der Laeiszhalle, sind außerdem bekannt für ihre ungewöhnlichen, multimedialen Konzerte. Am 11. Februar wird der altehrwürdige Große Saal erneut zum Kino, wenn wir zu Charlie Chaplins „Goldrausch“ die Musik live einspielen. Versäumen Sie ebenfalls nicht den Startenor Pavol Breslik, der im 6. Symphoniekonzert bei uns debütiert.

Und auch die Kammermusik kommt nicht zu kurz: Am 21. Januar erwarten Sie etwa Serenaden von Mozart und Strauss. Und am 28. Februar liest Hans-Jürgen Schatz Tolstoi – zur „Kreutzersonate“ von Beethoven.

Wir würden uns sehr freuen, Sie auch 2016 als Gäste begrüßen zu können! Feiern Sie mit uns die Freiheit der Kunst – und unserer Gesellschaft.