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Daniel Kühnel | Intendant
 
Daniel Kühnel (*1973) ist seit 2004 Intendant und Geschäftsführer der Hamburger Symphoniker. Davor war er Referent des Intendanten an der Deutschen Oper Berlin.

Er verpflichtete zunächst Andrey Boreyko als Chefdirigenten für die Hamburger Symphoniker. 2009 landete er mit dem neuen Chefdirigenten Jeffrey Tate einen international vielbeachteten Coup. Fortan setzte er auf eine durchdachte und mutige Spielplanpolitik sowie auf eine aufsehenerregende Einbindung von Video-, Film- und Lichtkunst in das Konzerterlebnis und auf die Vernetzung des Orchesters mit dem öffentlichen Leben der Stadt. Für das von ihm konzipierte Luther-Projekt im Rahmen der Reformationsdekade gewährte die Bundesregierung den Hamburger Symphonikern eine einzigartige Förderung von 3,02 Millionen Euro.

Kühnels konsequenter Umbau des Orchesters führte zu einem Anstieg der öffentlichen Zuwendung für die Hamburger Symphoniker um 64 Prozent seit 2009, zur „Beförderung“ zum Residenzorchester der Laeiszhalle und zur Verzehnfachung der Einnahmen aus Spenden und Sponsoring. Die Besucherzahlen stiegen gleichzeitig um 62, die Abonnentenzahlen um 20 Prozent. Geschick bewies Kühnel auch in politischen und Tarif-Verhandlungen. Der Haustarifvertrag Hamburger Symphoniker von 2009 enthält wichtige Weichenstellungen hin zur einer Modernisierung des Tarifwesens für Kulturorchester in Deutschland.

Unter Kühnels Ägide absolvierten die Hamburger Symphoniker 2007 und 2012 Ersttourneen in den USA – in New York und Ann Arbor mit einem originellen Multimediaprojekt. Seit 2004 trat das Orchester auch in Shanghai und Hongkong auf.

Kühnel hat Musiker wie Daniel Barenboim, Philippe Jordan, Ion Marin, Guy Braunstein, Martin Fröst, Xavier de Maistre, Nina Stemme, Deborah Voigt, Waltraud Meier, Meredith Monk, Carl Craig und Shirley Bassey nach Hamburg geholt. Mit ihnen hat er neben dem klassischen Programm avantgardistische Projekte auf die Bühnen gebracht und selber dramaturgisch konzipiert.

Werdegang: Kühnel studierte Jura und Musikwissenschaft an der FU Berlin, schloss mit dem 2. juristischen Staatsexamen ab und arbeitete in Berlin zunächst bei Linklaters Oppenhoff & Rädler. Zuvor hatte er 1991 das Konservatorium in Jerusalem im Fach Klavier mit Auszeichnung absolviert. Er spielt Fagott und erhielt eine klassische Gesangsausbildung. Bei Götz Friedrich und Willi Decker an der Deutschen Oper Berlin lernte er Regie. Auch als Orchesterintendant ist er weiterhin der Oper verbunden. Im Juni 2012 realisierte er seine erste Kammeroper-Regie in Hamburg.

Kühnel unterrichtet Kunst- und Kulturreflektion an der Universität Witten Herdecke, war künstlerischer Berater des Shanghai Philharmonic Orchestra und Mitglied zahlreicher akademischer Berufungs- und Stipendiengremien.

Für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden konzipierte er das Festival „Dresdner Kunstfest“, das unter seiner künstlerischen Leitung im September 2015 durchgeführt werden wird.